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Civilisation das Brettspiel



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Klappe:
Eine große weite Welt erwartet euer aufstrebendes Imperium. Es gilt bemerkenswerte Wunder zu erschaffen, gewaltige Städte zu errichten, unentdeckte Länder zu erforschen und gegebenenfalls auch ein paar lästige andere Kulturen aus dem Weg zu räumen. Könnt ihr eure Zivilisation zu wahrer Größe führen?

Civilization: The Board Game, gestaltet von Kevin Wilson, ist inspiriert von der legendären Videospielserie von Sid Meier. Die Spieler führen eine ganze Zivilisation über alle Zeitalter, und setzen die Technik, Wirtschaft, Kultur und Militär ihrer Völker ein, sowie die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Es gibt vier verschiedene Pfade zum Sieg, und jeder ist mit Herausforderungen gespickt.

In Civilization: The Board Game nehmen 2-4 Spieler die Rolle von berühmten Führern historischer Zivilisationen ein, jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten. Die Spieler erkunden ein modulares Spielbrett, errrichten Städte und Gebäude, schlagen Schlachten und erforschen mächtige Technik.

Ganz gleich was euer Spielstil ist, es gibt eine Zivilisation für euch!


Meinung:
"Civilisation" ist eine Brettspielumsetzung des bekannten Strategiespiels gleichen Namens, welches von Sid Meier geschaffen wurde. Jenes Computerspiel begleitet mich seit Jahren. Bereits auf dem Amiga 500 konnte ich Nächte mit dem Aufbau eines Weltreiches verbringen und auch auf meinem aktuellen Rechner ist Civilisation V installiert. Was lag also näher als dieses Spiel selbst zum Testspielen zu beanspruchen.

Das Spiel selbst wird in einem großen uns schweren Karton geliefert, der deshalb so schwer ist, da er bis zum Bersten mit Spielmaterial gefüllt ist. An ein sofortiges Losspielen ist nicht zu denken. Zunächst heißt es Spielmaterial aus den Stanzbögen zu popeln. Da es wie schon gesagt eine Menge ist, braucht man dafür schon eine Menge Geduld. Bis auf wenige Ausnahmen besteht das komplette Spielmaterial aus Pappe, diese ist aber äußerst robust, so dürften die Materialien doch eine ganze Weile halten.

Unbedingt sollte man sich zum Spielen einen wirklich großen Tisch suchen, denn voll aufgebaut wird jede Menge Platz benötigt. Ein durchschnittlicher Küchentisch hat nicht die nötige Kapazität. Gut ist es auch, wenn man den Tisch nicht unbedingt hinterher wieder aufräumen muss, sondern alles bis zur Fortsetzung der Partie aufgebaut lassen kann. Ebenso empfehle ich sich diverse kleine Kartons zu besorgen, um darin das umfangreiche Spielmaterial sortieren zu können.

Der Erstaufbau des Spieles bedarf einiger Zeit, ebenso wie das Studium der Spielanleitung. Zwar mag eine Kenntnis der Computerspiele für die Verständlichkeit des generellen Konzepts hilfreich sein, doch unterscheiden sich die Regeln des Brettspiels verständlicher Weise doch erheblich. Oftmals muss bei Regelfragen in der Anleitung gesucht werden. Es gibt zwar für jeden Spieler eine Karte auf der kurz die Rundenstruktur mit ihren einzelnen Phasen erläutert wird.

Fragen kommen öfter auf und werden leider auch oft nicht eindeutig beantwortet, so wird es nötig sich innerhalb der Spielergruppe auf eine bestimmte Auslegung der Regeln zu einigen, was allerdings auch ganz gut funktioniert.

Mehr Spieler bringen mehr Spaß gilt auch hier. Ideal sind sicher vier Spieler, da dann die Fronten nicht klar sind und es auch genügend neutrale Kartenteile gibt, um erst einmal zu expandieren.
Das Spiel erfolgt rundenweise, wobei jede Runde aus fünf Phasen besteht. Dieser generelle Ablauf ist recht eingängig und wird auch von den bereits erwähnten Karten hinreichend unterstützt.
Je nach gewählter oder gezogener Zivilisation gestaltet sich das Spiel unterschiedlich, denn auch die Siegstrategien sind deutlich von den jeweiligen Spezialfähigkeiten der Kulturen abhängig. Ohne Konzentration auf eine bestimmte Siegmöglichkeit wird man keine Chance haben, weitaus deutlicher als das im Computerspiel der Fall war.
Dabei darf man die anderen Bereiche aber nicht völlig außer Acht lassen. Denn ohne Technologie kann man die Einheiten nicht Ausbilden, welche die Kulturgüter beschützen sollen und ohne erfolgreichen Handel kann man sie nicht kaufen.

Die Spielrunden können schon eine Weile dauern, denn es gilt viele Dinge zu bedenken, zu hoffen das Spiel an einem Abend zu beenden halte ich für verwegen. Selbst einer erste Testrunde dauerte bei uns bereits drei Abende.

Bereits das positionieren der Startstadt auf dem Spielplan will wohl überlegt sein, wobei eine Zeitlimitierung je Zug wohl sinnvoll sein kann.
Neben den Möglichkeiten die eigne Kultur friedlich nach vorn zu bringen, wird spätestens beim Streit um die letzten Ressourcen schnell das Kriegsbeil ausgegraben und die Schlachtregeln werden wichtig. Die Kämpfe laufen erfreulich flink ab, sei es unter den Spielern, als auch mit eventuell aus dem Weg zu räumenden "Barbaren"
Die Strategie dominiert in diesem Spiel das Glück, ohne das aber vollständig auszuschalten. Immer wieder werden zufällig Karten gezogen, welche entweder zur eigenen Strategie passen können oder auch nicht.

 

 

Fazit:
Dieses Spiel ist mit Sicherheit keines für zwischendurch. Selbst bei Regelkenntnis kann man durchaus mit mehreren Abenden Spielzeit für eine Partie rechnen. Das sind aber wohl die meisten Rollenspielrunden gewohnt. Die Atmosphäre des Computerspiels ist gut umgesetzt, auch wenn man eben nicht alle Mechanik komplett wiederfindet. Strategiefans, die auch gern mal mehr Zeit investieren wollen und vielleicht auch über regelmäßige Spielpartner verfügen ist dieses Spiel zu empfehlen. Als Spiel für zwischendurch ist "Civilation" eher ungeeignet.



Christoph

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gelesen: 187 mal
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geschrieben am: Mon, 7 Nov 2011
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