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Alter Ego

Alter Ego Klappe:
Alter Ego nimmt dich mit zum Ende des 19. Jahrhunderts in die Stadt Plymouth im Süden Englands. Eine Serie grauenvoller Morde erschüttert sowohl die Stadt als auch die gesamte Region nachdem ein seltsamer Aristokrat stirbt, der während seines gesamten Lebens Teil zahlreicher, schrecklicher Mythen gewesen ist. Spieler können verschiedene Szenen entdecken und untersuchen während sie zwischen zwei vollkommen verschiedenen Helden wechseln, dem Dieb Timothy Moor und dem Polizeiinspektor Bristol, bis sie sich langsam dem dunklen Geheimnis nähern.
Sowohl Timothy als auch Komissar Briscol werden von Motiven geleitet, sie sehen die Geschehnisse von unterschiedlichen Standpunkten aus und haben dank ihrer unterschiedlichen Natur unterschiedliche Meinungen dazu. Es ist ganz alleine dem Spieler überlassen wie er die gesammelten Informationen einsetzt um das Puzzle zu lösen und tiefer in die Geschichte vorzudringen...

Features:
  • Dunkles Point & Click Adventure der Entwickler von Black Mirror
  • Beliebtes Setting: England am Ende des 19. Jahrhunderts
  • Spannende Detektivstory mit Horrorelementen
  • Erstklassige Zwischensequenzen welche die Story vorantreiben
  • 2 spielbare Charaktere
  • Über 28 weitere Charaktere, die man treffen und mit denen man sprechen kann
  • Über 80 Orte in der Stadt Plymouth und ihrer Umgebung
  • 150 aufnehmbare Gegenstände, die miteinander kombiniert werden können
  • Über 1000 Soundeffekte.
  • Meinung:

    Vor einiger Zeit hätte man gedacht das Genre ist Tod, doch inzwischen erschienen immer wieder Spiele, die man wirklich als Adventure bezeichnen kann. „Alter Ego“ gehört ganz eindeutig zu ihnen und als Rollenspieler und Adventureliebhaber kommt man allein schon vom Titel her nicht um das Spiel herum.
    Verantwortlich für dieses Abenteuer zeichnen Future Games, die schon mit „Black Mirror“ recht erfolgreich waren und sich vorgenommen haben hier all das zu vermeiden, was bei „Black Mirror“ für Kritik gesorgt hat.
    Was als erstes nach dem Spielstart auffällt ist die Optik, die zumindest im subjektiven Eindruck genau wie die des nunmehr nicht mehr ganz taufrischen „Black Mirror“ wirkt und getrost als etwas altbacken bezeichnet werden kann. Aber bekanntlich ist die Optik ja nicht alles, also stürzen wir uns munter in die Geschichte.

    Ehe ungewöhnlich dagegen fällt die Wahl der Protagonisten aus. Diese sind alles andere als sympathisch, sondern eher kleine Drecksäcke, jeder auf seine Weise. Zum einen wäre da Detective Briscol.
    Detective Briscol mangelt es weder an Selbstbewusstsein, noch an Mut. Seine Ankunft in Plymouth ist nicht halb so extravagant wie die von Tim, obgleich auch nicht so glatt wie er es sich wünschte. Direkt an seinem ersten Tag in seinem neuen Büro als Polizeiinspektor, muss er einen verwirrenden Mord, der auf dem lokalen Friedhof begangen wurde, und das Verschwinden der Leiche des unbeliebten Adligen Sir William untersuchen.
    Der zweite Charakter, den wir steuern ist Timothy Moor. Groß und mutig sind die Pläne von Timothy Moor. Es ist das Jahr 1894 und eine neue Welle Immigranten macht sich auf in das Goldene Land über dem großen Teich. Für unseren Gauner und Taschendieb bietet es die Möglichkeit ein neues Leben zu beginnen. Dennoch ist seine Ankunft in Plymouth, im großen Stil mit einer Polizeieskorte, der Schlüsselpunkt für ein Abenteuer an das er nicht einmal in seinem schlimmsten Albträumen gedacht hätte...
    Ob die Auswahl der beiden Hauptcharaktere eine so gute Wahl war, weiß ich nicht. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass einmal etwas weniger sympathische Protagonisten agieren. Auf der anderen Seite, wird man nur langsam warm mit ihnen.

    Wir steuern also abwechselnd einen der beiden Charaktere und besuchen teilweise die gleichen Örtlichkeiten mit ihnen um nach und nach Licht in die mysteriösen Vorgänge zu bringen. Dabei ändert sich an der Art zu spielen nicht wirklich etwas. Wir führen Gespräche und sammeln und benutzen Gegenstände, ganz so wie man es von einem klassischen Point&Click erwartet.

    Das Rätseldesign ist relativ logisch oder einfach nur naheliegend, wobei man sich erst daran gewöhnen muss, dass sich viele Rätsel einfach durch Gespräche mit NSC lösen lassen. Andere wiederum sind doch ganz schön um die Ecke, da sie noch aufgesetzt wirkende Zwischenschritte erfordern. Alles in allem sind sie aber als eher leicht einzustufen. Somit wird der Spieler schnell belohnt und „Alter Ego“ eignet sich also durchaus für Einsteiger.

    Die größten Stärken hat das Adventure im Bereich der Sprecher, die alle ordentlich bis gut agieren. Ich rede bewusst nicht von einer Synchro, denn lippensynchron sind die Sprecher höchstens mal durch Zufall.

    Fazit:
    Bei „Alter Ego“ scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Man bemerkt nur sehr wenig Weiterentwicklung seitens der Spielentwickler. Irgendwie fällt es schwer warm zu werden, mit diesem Titel, der genau wie „Black Mirror“ wirkt, aber nicht die damalige Atmosphäre wiederbeleben kann.
    Alles in allem aber doch ein solides Adventure, das besonders durch die schnellen Erfolgserlebnisse für die Spieler punkten kann.







    Christoph

     

     

     

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    gelesen: 466 mal
    Wörter: 1058
    geschrieben am: Fri, 16 Apr 2010
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