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28 weeks later


28 weeks later

 

Klappe:
Sechs Monate nach Ausbruch des verheerenden Rage-Virus in England hat die Armee die Infizierten gestoppt und in London die Ordnung wiederhergestellt. Einer der ersten bei der Rückbesiedelung ist Don Harris (Robert Carlyle), der seine Frau Alice (Catherine McCormack) im Stich ließ, um sich vor den Zombiehorden zu retten. Als er mit seinen beiden Kindern, der Teenagerin Tammy (Imogen Poots) und dem 12-jährigen Andy (Mackintosh Muggleton) in die Sicherheitszone zieht, bricht das nun mutierte Virus erneut aus. Trägerin der Seuche: Alice.

Turbo-Zombies fallen wieder über die Welt herein im Sequel zu Danny Boyles Untoten-Schocker "28 Days Later". Diesmal zeigt der Spanier Juan Carlos Fresnadillo, der schon den rätselhaften Thriller "Intacto" schuf, sein Talent für den spannenden, apokalyptischen Horrorstoff.
 

Meinung
Eins vorneweg: ich hätte ja gerne was Positives geschrieben, aber der Film gab das nicht her...

Ich durfte mir gerade "28 weeks later" anschauen, die Fortsetzung des Films "28 days later", in dem es um einen Virus geht, der Menschen zu wilden Bestien mutieren lässt und letztendlich zum Auslöschen jeglicher menschlichen Existenz auf der großen britischen Insel führt. Zu sehen war das Original, FSK 18, uncut, wie es bei einem Horrorfilm so sein sollte.

Nun, auch in 28 weeks later war das Virus Dreh- und Angelpunkt. Die Insel sollte ein halbes Jahr nach Ausbruch (eben 28 Wochen) wieder besiedelt werden, ein kleiner Bereich im Herzen Londons wurde intensiv gesäubert und sollte die Keimzelle einer neuen Existenz werden. Doch es kam, wie es kommen musste: das Virus wurde wieder freigesetzt (ohne groß Vorgreifen zu wollen, aber Liebe führte dazu) und das Militär, das die Sicherheit der Bevölkerung garantieren sollte, ordnete "Code Red" an, die Tötung aller Menschen... Inmitten dieses Wahnsinns, der nur die Wahl zwischen dem Tod durch wilde Bestien in Menschengestalt oder einen Scharfschützen lässt, kämpft eine kleine Gruppe ums Überleben...

So, das war der offizielle Teil. - Jetzt zur echten Kritik.

Es fällt mir schwer, eine Kritik ohne große Spoiler zu schreiben von einem Film, den man am liebsten mit dem Skalpell sezieren möchte, um anschließend die Reste mit einem großen, schweren, bösen Hammer zu zermalmen. Wo soll man anfangen? Damit, dass der Film absolut keine Story und keinen Sinn hatte? Die Handlung war an den Haaren herbeigezogen, beliebig vorhersagbar, das 10-kleine-Negerlein Prinzip wurde bis aufs Äußerste strapaziert. Selbstverständlich gab es einen Helden (was sind Helden? Richtig, tot), Kinder, die alles überlebten, Spinner und ähnliche Standardzutaten dieses Genres. Wenn mal versucht wurde, einem Charakter mehr Tiefe zu verleihen wie dem General, der den Code Red befahl, dann scheiterte die durchaus gewollte Darstellung seiner Hilflosigkeit und Überforderung angesichtes der Situation daran, dass dieser Charakter vorher exakt eindimensional eingeführt wurde: als der General und nichts mehr. Die ebenfalls genretypischen Schockszenen hatten sich nach dem 2. Mal abgenutzt und ein paar unnötig blutige Szenen machten die Sache auch nicht besser.


Fazit:
Was bleibt? Nun, 2 Szenen sind mir in Erinnerung geblieben: das Napalm, das sich durch die Straßen von London frisst und die Hubschraubernummer, eine Hommage an "Braindead", nur eben mit einem großen Rasenmäher.

Wie ich schon sagte... Horror der anderen Art. Nur ein müder Abklatsch des ersten Teils, einfallslos inszeniert, keine Ideen, Standardversatzstücke zusammengemixt. Ein völlig überflüssiger 2. Teil, der zu allem Übermaß auch noch die Befürchtung eines weiteren Teils im Raum stehen lässt.
Ach ja, wer es sich antun möchte: am 19. Juli gehts in Deutschland los.
Meine Bewertung: 9 von 10 Gänseblümchen.


MBF


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gelesen: 587 mal
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geschrieben am: Tue, 23 Dec 2008
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