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Moon



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Klappe:
Astronaut Sam Bell ist alleine auf dem Mond Selene, wo er als Mechaniker der Firma Luna den Abbau von Helium-3 überwacht. Das kostbare Gas könnte die Energiekrise auf der Erde beenden. Zwei Wochen vor seiner Abreise beginnt Sam seltsame Dinge zu sehen und zu hören. Nachdem eine Routinekontrolle katastrophal schief geht, entdeckt er, dass Lunar ganz eigene Vorstellungen von seinem Verbleib hat.

Darsteller: Sam Rockwell, Kevin Spacey, Dominique McElligott, Rosie Shaw, Adrienne Shaw, Kaya Scodelario
Regie: Duncan Jones
Autor: Nathan Parker
FSK 12
Medium: DVD
Bonusmaterial: Trailer sowie Audiokommentare von u.A. Regie und Produktion

 


Meinung:

Was ist der Mensch? Wie definiert er sich? Wie weit darf der Mensch gehen? Was hält der Mensch aus? Dies sind Fragen, die der Film Moon aus dem Jahre 2009 aufwirft und in 96 Minuten Laufzeit zu beantworten versucht. Fragen, die SF-Autoren wie J.G. Ballard oder Philip K. Dick gerne aufgreifen und ihre Hauptpersonen daran zerbrechen lassen. Es sind Fragen, die die Phantastik oft stellt und daran die Abgründe in uns auslotet. Ungefähr dies scheint auch die Intention dieses Films gewesen zu sein.


Doch wie sieht es hier in der Umsetzung aus? Der Ansatz ist sicherlich gut gewählt. Ein Astronaut, der 3 Jahre lang allein auf einer Station auf dem Mond zubringen muss, von Frau und Tochter getrennt, der befindet sich zwangsläufig in einer solchen Situation. Es ist daher nur zu verständlich, dass er Halluzinationen entwickelt. Doch was sich dann abspielt, ist keine Halluzination. Er erkennt, dass er nur menschliches Verbrauchsmaterial darstellt, er nur einer von beliebig vielen Klonen ist, die die Station bemannen – einer nach dem Anderen, wenn deren Zeit gekommen ist. Letztlich findet er sogar heraus, dass seine 3 Jahre alt vermutete Tochter inzwischen 15 Jahre alt ist und ihre Mutter, seine Frau, seit mehreren Jahren tot ist. Einer der beiden sich auf der Station befindlichen Klone beschließt, auf die Erde zurückzukehren und die Öffentlichkeit von diesen Machenschaften zu unterrichten. Wie dies genau ausgeht, bleibt leider in der Kürze der kurz vor dem Abspann zugeworfenen Informationsfetzen etwas unklar.


Was sich als ein Alptraum für die Beteiligten darstellt und Potenzial hat, einen Film abzuliefern, der wirklich an die Nieren geht, verläuft sich leider nur zu oft in den Weiten der Station. Der als Sam Bell brillierende Sam Rockwell kann leider den Film nicht retten, genauso wenig wie die beeindruckende Kulisse. Was von der Kritik gerne als gelungene Kombination diverser SF-Themen gefeiert wird („2001“ oder „Outland“), verblasst hier vor eben diesen Vorbildern. Vielleicht hatte ich angesichts dieser Vorschusslorbeeren zu viel erwartet.
Hier wäre noch mehr Potenzial drin gewesen – oder ein radikaler Cut auf, sagen wir einmal, 20 bis 30 Minuten hätte hier die nötige atmosphärische Dichte erzeugt, die der Thematik angemessen wäre.
Was bleibt, ist ein nett anzusehender SF-Film, der sich um Tiefgang bemüht, aber letztendlich doch nur Abendunterhaltung ist.

 

Fazit:
Guter Ansatz, gute optische Effekte, aber die Story nicht bis ins Letzte ausgereizt. Schade.



mbf
 

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Statistik:
gelesen: 430 mal
Wörter: 703
geschrieben am: Mon, 7 Feb 2011
Kommentare 1



Artikel bewerten: 4.0 von 5 Punkten

Komentare
Wed, 16 Mar 2011 um 11:33 AM, von Gast
Jein, aber 2001 ist nicht mehr zeitgemäß. Der Film ist zwar Kult, aber aus heutiger Sicht einfach zu langatmig. Heute will kaum jemand mehr sehen, wie sich Raumschiffe stundenlang an der Kamera vorbeitreiben lassen. Das ist daher m.E. keine optimale Basis für eine moderne, knackigere Inszenierung, für die durchaus Platz gewesen wäre. Und sind wir mal ehrlich: wenn als Zielgruppe die Fans von 2001 anvisiert werden, ist das eine sehr kleine Zielgruppe, die zudem Neueinsteiger nicht unbedingt anlockt. Wie gesagt, schlecht ist der Film ja nicht, nur m.E. nicht optimal in Szene gesetzt.

Tue, 15 Mar 2011 um 9:28 AM, von Admin
Ich hab ihn gestern gesehen und würde ihn beseer als Du bewerten. Das hier 2001 Pate gestanden hat ist nicht zu übersehen auch wenn die Vorzeichen vertauscht wurden. Durchaus sehenswert der Film.


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