Helden.de » Reviews » Film » Sherlock Holmes und die Jagd nach dem Vampir von London
FSK: 12
Producer: Irene Litinsky, Regie: Rodney Gibbons
Mit: Matt Frewer und Kenneth Welsh
Wieder einmal stürzt sich Sherlock Holmes in Ermittlungen, in denen Fantasie und Wirklichkeit zu verschmelzen scheinen. Dabei gibt der Rückentext den Inhalt sehr genau da, auch wenn es am Ende scheint, als würde Sherlock Holmes diesmal zum scheitern verurteilt sein.
Wer sich gut mit den Werken von Sir Arthur Conan Doyle auskennt, dem wird diese Geschichte seltsam vorkommen. Tatsächlich ist der Film teil einer vierteiligen kanadischen Fernsehproduktion, und wurde von Regisseur Rodney Gibbons selbst geschrieben.
Gibbons bedient sich dabei bei allen Mitteln klassischer Sherlock Holmes Filme. Der Detektiv sammelt während dem Film mal mehr oder weniger verdeckt Spuren und Hinweise, kämpft nicht nur gegen den Vampir sondern auch gegen der Widerstand der Ordensbrüder und der Polizei, wird tatkräftig von seinem Freund Dr.Watson unterstützt und löst am Schluss den Fall in einem großen Rückblick auf.
Wirklich gut ist dabei die Besetzung für Holmes und Watson. Matt Frewer erfüllt das Bild des klassischen Holmes perfekt, Kenneth Welsh das des Watson ebenso, auch wenn er nicht als bloßer Anhang Holmes dargestellt wird. Ebenso gut sind die Kostüme und die Drehorte, auch wenn sie sich, gegeben durch die Handlung, zum Teil wiederholen. Es muss gesagt sein, dass die englischen Orginalstimmen wesentlich besser zu den Schauspielern passen als ihre deutschen Synchronstimmen und man sich den Film wenn möglich auf Englisch ansehen sollte. Die Handlung ist spannend und auch noch am Ende für Überraschungen gut. Sehr schön ist, dass Holmes nicht über den Dingen zu stehen scheint, sondern auch selbst in Aktion tritt. Am Anfang fällt es etwas schwer, die verschiedenen Ordensbrüder allein am Namen zu unterscheiden, dass ist aber nicht weiter tragisch.
Wesentlich schlimmer und enttäuschender ist die schlechte Bildqualität. Über dem gesamten Film liegt ein Rauschen, dass man zwar nach einiger Zeit verdrängt hat, aber trotzdem den Filmspass ganz deutlich einschränkt.
| Fazit: Ein wirklich guter, interessanter Film, der das „Sherlock-Holmes“-Feeling sehr gut entstehen lässt, auch wenn er nicht vom Originalauthor verfasst wurde. Die Schauspieler passen hervorragend in ihre Rollen. Leider stimmt die Bildqualität nicht mit dem schauspielerischen Leistung überein. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, bekommt einen wirklich guten Detektivfilm geliefert. Hex der Dunkle |
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geschrieben am: Sat, 3 Dec 2011
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