Helden.de » Reviews » Film » Vendetta - Die Gangs von New Orleans
FSK: 16
Director: Nicholas Meyer, Producer: Tony Mark
Mit: Luke Askew, Clancy Brown, Bruce Davison und Christopher Walken
Nach dem Hollywoodfilm „Gangs of New York“ ist das Schicksal und die Lebensverhältnisse der irischen Einwanderer in den Big Apple weltbekannt. Doch nicht nur nach New York zog es Einwanderer, auch in andere Städte, darunter New Orleans, waren das Ziel großer Hoffnungen.
Das „Vendetta“ keine große Kinoproduktion ist, zeigt sich sehr schnell. Das zeigt sich beim Dreh an den Aufnahmeorten, die zwar zum Teil sehr beeindruckend in und vor historischen Gebäuden lagen, aber auch zum Teil deutlich als Studioaufnahmen zu erkennen sind.
Leider lässt auch die Videoqualität als solches zu wünschen übrig, es grießelt und flimmert während des gesamten Films. Nicht so sehr als das man den Film nicht anschauen könnte, aber schön ist es nicht. Ebenso unschön ist der Sound, der mitten in Szenen leiser oder lauter wird. Beides Probleme, die man eigentlich in der Post-Produktion beheben hätte sollen.
Das sind allerdings auch schon die größten Mängel. Die Besetzung und Darstellung ist mehr als Hollywoodreif, ganz vorne Christopher Walken als böser Baumwollhändler, auch wenn er nicht die Hauptrolle spielt. Schon allein das Intro, das zu passender italienischer Volksmusik Originalbilder italienischer Einwanderer zeigt, führt den wunderbar Zuschauer in die Zeit und das Thema ein. Auch während des Films bleibt die Musik sehr stimmungsvoll, wenn auch eher spärlich gesät. Noch mehr trägt der Wechsel der Sprache der Figuren von Englisch bzw. Deutsch zu ihrer Muttersprache Italienisch (dann mit Untertiteln) zur Atmosphäre bei, genauso wie die Erzählstimme, die am Anfang und am Ende des Films die Vorgeschichte bzw. die folgenden Ereignisse erzählt. Man sollte sich den Film, wenn möglich, in Original ansehen, da hier die Akzente der einzelnen Personen im deutschen praktisch nicht vorhanden sind.
In dieser Atmosphäre schneidet der Film die Themen der Ehre und Loyalität der Italiener an, und zeigt wie Gier und Macht zu fatalen Folgen für die Opfer von Intrigen führen können. Der Film basiert auf historischen Grundlagen und hat leider kein Happy End.
Im Gegensatz zu „Gangs of New York“ stellt der Höhepunkt des Films keine große Massenschlacht da, sondern der Gerichtsprozess, der etwa ein drittel des Films ausmacht. So ist der Film auch eher ein großes Gerichtsdrama und zeigt wie die Seite der Verteidiger versucht, die voreingenommene Stimmung zu drehen und ihre (natürlich) unschuldigen Klienten zu retten. Das dies am Ende umsonst ist, zeigt die Geschichte.
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Fazit: |
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geschrieben am: Sat, 3 Dec 2011
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