Helden.de » Reviews » Romane » Dsa » Answin von Rabenmund II - Verrat (Schwefel, Michelle)
Meinung:
Im zweiten Band der „Rabenmund-Saga“ behandelt die Autorin die Ereignisse am Garether Hof zwischen 995 bis 998 n. BF. Answin von Rabenmund hat die Position als Kanzler eingenommen und versucht das Reich gesund zu halten. Nicht unbedingt egal, mit welchen Mitteln, aber er weiß, wie man Druck ausüben kann, um zu bekommen, was man will.
Die Intrigen am Hof sind sehr gut beschrieben. Von vorne herein weiß man, dass es wohl keinen großen Kampf mit Schwertern geben wird. Aber dafür eine Schlacht um Macht und Ansehen. Das Verhältnis zu Galotta, Alana und Hal ändert sich. Als treuer Diener des Reiches reagiert Answin natürlich darauf und hat sofort einige Gegenspieler am Hals. Es wird sich zeigen, wer den Längeren zieht.
Naja, für die meisten DSAler ist bekannt, wer diesen Kampf gewinnt und wer am Ende als Verräter dasteht. So könnte man meinen, dass es für die Autorin schwierig wäre, Spannung aufzubauen und den Leser ans Buch zu fesseln. Weit gefehlt. Die Autorin spielt damit, dass der Leser nicht wissen kann, wie es letztlich zum bekannten Ausgang kommt. Die Nerven sind zum zerreißen gespannt. Answins Plan ist so gut durchdacht, so logisch und trotzdem weiß weder er, noch der Leser, welche Schritte sein Gegner hingegen geplant hat. Wer ist wem einen Schritt voraus, wer hat die treueren Gefolgsleute, wer bessere Informationen. Es ist ein politisches Katz- und Mausspiel, das besser ausgetüftelt kaum sein könnte. Doch es ist nicht eindeutig für Answin, welchen Weg er geht. Es besteht ein innerer Konflikt, der aus einem alten Versprechen und dem Wunsch das Reich gesunden zu halten, entspringt. Answin wird eben nicht als dieser Bösewicht dargestellt, der machthungrig jede Gelegenheit ergreift um an den Thron zu kommen. Und so hofft manch ein Leser insgeheim auf Answins Sieg, da er durch den Roman jede Menge an Sympathien gewinnt.
Und obwohl Dexter Nemrod als der große Feind auftritt, dem natürlich trotzdem lächelnd begegnet wird, egal welcher Hass brodelt, kommt auch er sehr gut weg. Fast hat man Mitleid, dass nicht alles so glatt läuft, wie er gedacht hat. Es wird sehr deutlich, dass sich zwei politische Titanen gegenüberstehen, die nichts unversucht lassen, sich gegenseitig auszuspielen.
Einzig über Hal kann man herziehen. Ja, er hat eine schwere Bürde zu tragen, aber das entschuldigt nichts. Man ärgert sich schon fast, dass er in den Köpfen des Volkes noch zur aktuellen aventurischen Zeit als der gütige und volksnahe Kaiser gilt und niemand von seinen Verfehlungen weiß. Und noch schlimmer, manche seiner Taten werden sogar Answin angekreidet. Ihr seht schon, emotional wühlt der Roman auf, wenn man sich darauf einlässt.
Viele Spielerherzen höher schlagen lässt wahrscheinlich die Erwähnung von Helden, die Answin auf den Fersen sind und sein Spiel aufdecken wollen. Und ich frage mich, was sie wohl gemacht hätten, hätten sie die ganze Wahrheit gewusst, auch aus Answins Sicht. Wer weiß, vielleicht hätte das Mittelreich heute einen anderen Kaiser…
| Fazit: Der zweite Band der Rabenmund-Sage: Verrat, ist unter den DSA Romanen absolut zu empfehlen. Es kommt ohne Kampf aus und trotzdem geht es um alles. Die Intrigen sind gut gesponnen und man erhält eine völlig neue Sichtweise auf die Geschehnisse am garether Hofe und von Kaiser Hal. Die Charaktere sind toll dargestellt und das Auftauchen von unerschrockenen Helden gibt dem Roman den letzten Schliff. Man kann nur hoffen, dass diese Reihe so gut fortgesetzt wird. Jolinar |
![]() |
| -
Bücher, Film, Musik, PC- und Konsolenspiele - Rollenspiele und Zubehör
|
Rollenspiele
- Pegasus Filme (auch mit FSK18) gibs bei - filmundo Auktionen speziell für Filme Bücher, Filme, Spiele einfach kostenlos tauschen von Büchern, Filmen, Spielen und noch viel mehr ![]() |
Statistik:
gelesen: 312 mal
Wörter: 918
geschrieben am: Wed, 20 Oct 2010
Kommentare 0
Artikel bewerten: Bisher noch keine Bewertung
Komentare
Komentar hinzufügen






