Helden.de » Reviews » Romane » Dsa » Hundstage (Carolina Möbis, Henning Mützlitz, Christian Humberg, Dorothea Bergermann)
Meinung:
Die Reihe „Hundstage“ besteht aus den fünf Romanen „Hundesöhne“, „Hundswache“, „Hundeleben“, „Hundeelend“ und „Hundsfott“ von den Autoren Carolina Möbis, Henning Mützlitz, Christian Humberg, Dorothea Bergermann geschrieben. Wobei der erste und letzte Teil beide von Carolina Möbis bearbeiten wurden.
Fünf Bücher, die die Bezeichnung Buch eigentlich gar nicht verdienen, sondern als Heftchen bezeichnet werden sollten für jeweils 5 EUR mit im Schnitt 60 Seiten. Erscheint das nur mir so, oder ist das nicht Abzocke? Zusammen würden die 5 Teile ein nettes Büchlein ergeben, das wie die Anderen >>nur<< knapp 10 EUR kosten würde. So aber muss man 25 EUR berappen um die gesamte Geschichte lesen zu können. Und dabei erschließt sich mir nicht, mit welcher Begründung, außer natürlich Geldmache, man die Geschichte in diese 5 Happen aufteilen muss. Soviel vorne weg, bevor ich mich mit der Geschichte befassen kann.
Noch kurz ein paar Worte zum Layout. Das Cover soll wohl besonders bösartig wirken. Allerdings wirken die Männer in den Rüstungen eher schwächlich, wenn sie mit Rüstung schon eine solche Statur besitzen. Da stimmen einfach die Proportionen nicht. Kettenhemd und Plattenrüstung nehmen einfach viel mehr Platz ein und liegen nicht wie eine Leggins beispielsweise auf der Haut. Ansonsten sind sie gut gelungen, nett auf einander abgestimmt und passend für die Schwarzen Lande.
Im Prinzip wäre die Geschichte wirklich eine gute Idee und für Aventurien angemessen Die Schwarzen Lande durch einen Roman besser unter die Lupe zu nehmen, die Handlungsweise von Rhazzazor und seinen „Miterben“ zu beleuchten und gewisse Gestalten etwas skeptischer zu betrachten ist für jeden Spieler und Meister hilfreich, vor allem wenn es so passend geschieht. Zumindest bei den ersten beiden Romane klappt das sehr gut. Sie haben ein wenig von einem Krimi, bei dem man zwar von einigen Parteien etwas erfährt, aber noch nicht weiß, was sie wollen, welchen Zweck sie erfüllen. Wirklich sehr schön gelungen. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass die wichtigen Charaktere erst nach und nach beschrieben werden. Anfangs steht nur Einer im Mittelpunkt, aus dessen Sicht man die Geschehnisse erlebt.
Bei den anderen Romanteilen sind zwar noch immer nette Momente vorhanden, aber sie passen nicht zu den vorherigen Büchern. Man hat das Gefühl, dass sich die Autoren nicht einwandfrei abgesprochen haben, wie die Charaktere zu beschreiben sind. Gerade beim 3. Teil hat man bis zur Hälfte das Gefühl, dass der anfängliche Protagonist überhaupt nicht mehr da ist und man fragt sich, ob später noch eine Rückblende kommt, wie er ermordet wurde... Auch die anderen Charaktere verändern sich. Aus einer „Was sich liebt, das neckt sich“ - Beziehung wird im andere Buch fast schon ein Krieg zwischen den beiden Kontrahenten. Es ist durchaus zu unterstützen, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben wird, aber es sollten doch mehr eindeutige Ähnlichkeiten der Charaktere erhalten bleiben.
Besonders hervorzuheben ist der eigentliche Bösewicht und dessen Wandlung. Man kommt nicht umhin, trotz der Tragik, zu schmunzeln. Aber naja... man hat es als angehender Paktierer nicht leicht.
| Fazit: Ganz nett und ausnahmsweise hat mich mal eine Autorin überzeugt. Aber man erkennt die Charaktere in den verschiedenen Büchern nicht immer wieder. Toller Anfang, mittelmäßiger bis schlechter Mittelteil und das Ende ist in Ordnung, aber nicht überwätligend . Und dann ist da noch dieser horrende Preis! Jolinar |
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Wörter: 844
geschrieben am: Thu, 4 Nov 2010
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