Helden.de » Reviews » Romane » Dsa » Isenborn I - Stein (Craw, Bernard)
Bernard Craw ist in der DSA Welt bereits durch Romane wie „Todesstille“ oder „Im Schatten der Dornrosen“ bekannt. Zumindest den ersten der beiden Romane konnte ich bereits lesen und rezensieren und weiß daher von der Erzählqualität des Autors. Bei seinem neuen Werk handelt es sich um eine vierteilige Serie über die Freiherrn von Isenborn. Es beginnt mit dem Romane „Stein“, dem noch die Bände „Erz“, „Eisen“ und „Stahl“ folgen. Zum Glück handelt es sich hier nicht um die sündhaft teuren 5 EUR Heftchen, sondern tatsächlich um vier Bücher, die zumindest von der Seitenzahl her ihr Geld wert sind.
Alan Lathwell hat sich um die Illustration des Buches gekümmert. Er hat sich u. a. bereits um das Cover von „Eiswolf“ oder Regionalspielhilfen wie „Land des schwarzen Bären“ gekümmert. Passend zum Motto der Isenborner „Treu wie Stahl“, ist auch das Titelbild sehr heroisch ausgefallen.
Wie bereits erwähnt, habe ich mit dem Autor Bernard Craw positive Erfahrungen gemacht. Auch bei Isenborn I „Stein“ gefällt mir sein Schreibstil sehr gut. Und auch wenn viele Stephen King nicht unbedingt schätzen, muss ich doch eine Parallele ziehen: Beide wissen allein durch Satzbau und sprachliche Besonderheiten prägnante Charakterzüge und Eigenschaften (wie Intelligenz oder Alter) der Figuren einzufangen. Ein wirklich beeindruckendes Können, das selbst großen, bekannten Autoren nicht immer gelingt.
Die Geschichte selbst ist recht sprunghaft. Kein Zweifel, die Story ist interessant, nur hindert der ständige Perspektivenwechsel sich wirklich vollkommen darauf einzulassen. Man muss sich andauernd auf die unterschiedlichen Charaktere einstellen, aus deren Sicht erzählt wird. So fällt es auch schwer eine Beziehung aufzubauen. Dadurch liest sich die Geschichte manchmal zäh liest, weil die Lust größer ist, mehr über die vorigen Abschnitt zu erfahen, als sich schon wieder auf etwas Neues einzustellen. Mag sein, dass es sich in den nächsten Büchern bessert, da ein einzelner 300 Seiten zählender Roman schlicht nicht ausreicht um sich in 4 Hauptcharaktere reinzudenken plus noch 2-3 Nebencharaktere. Aber wie gesagt, das kann sich für die gesamte Reihe auch noch als positiv herausstellen.
Ein großer Pluspunkt ist das Wissen des Autors um Aventurien, seiner Geschichte und speziell um Tobrien. Von Diskrepanzen zu Regelwerken oder Regionalspielhilfen, die so oft in den DSA Romanen vorkommen, ist hier absolut nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, das Flair von Weißtobrien, die Einstellung der Ritter zum Kaiser, der Unterschied zwischen Söldner und Ritter usw. sind hervorragend dargestellt und für jeden Spieler eines solchen Charakters wirklich eine gute Hilfe.
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Fazit:
Jolinar |
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geschrieben am: Tue, 1 Feb 2011
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