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Das blaue Feuer (Hardy, Janice)



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Klappe:
 

Ein Talent, das heilen kann. Oder auch töten.

Nya ist eine Heilerin, und sie hat eine besondere Gabe. Sie kann einem Menschen den Schmerz nehmen und ihn auf einen anderen übertragen.

Dieses Talent ist verboten, und es macht Nya zu einer Ausgestoßenen und Gejagten. Auf ihre Ergreifung ist ein Preis ausgesetzt. Verraten von einer Familie, der sie vertraut hat, soll sie unter Bewachung in die Hauptstadt Baseer geschafft werden, aber unterwegs gelingt ihr die Flucht. Ihre Schwester und ihre Freunde jedoch geraten bei dem Versuch, sie zu retten, selbst in Gefangenschaft.

Nya hat keine Wahl. Sie muss dem Herzog von Baseer den Krieg erklären – und wenn dabei die ganze Stadt in Flammen aufgeht.

 


Meinung:

Dies ist nun der zweite Band der Healing-Wars-Trilogie, der eindeutig als Bindeglied konzipiert wurde. Dadurch reicht er nicht ganz an Band 1 heran.

Die Geschichte schließt fast nahtlos an den Vorgängerband an. Nya hat es geschafft, die Lehrlinge der Heilergilde vor den Machenschaften des Baseer-Heilers Vinnot zu retten. Darüber hinaus hat sie eine Verschwörung des Erhabenen zusammen mit dem Schmerzhändler Zertanik aufgedeckt. Mit ihrem neuen Talent, dem Entladen von Pynvium ohne es zu zerstören, hat sie sie getötet, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen. Da sie damit einen Aufstand in der Stadt verhindert hat, gilt sie in Geveg als Heldin, während der Herzog von Baseer ihrer habhaft werden will. Da 5000 Oppa eine sehr große Geldmenge sind, wird sie schließlich verraten, gefangen genommen und nach Baseer gebracht. Dort stellt sie fest, dass auch die Bevölkerung von Baseer mit den Machenschaften des Herzogs unzufrieden ist, aber aus Angst vor den Unbesiegbaren, Heilerkrieger in Pynviumrüstung, klein beigeben. Nur der Untergrund, auf den sie bei der Rettung ihrer Freunde stößt, versucht den Herzog zu stürzen. Und Nya, die als einzige keine Angst vor den Unbesiegbaren haben muss, da sie auch immun gegen in Pynvium gebundenen Schmerz ist, ist mitten drin.

Das Buch liest sich relativ schnell, da es zum einen nur knapp 300 Seiten hat, und zum anderen die ganze Zeit so dahinplätschert. Was sich am Ende des 1. Bandes bereits abgezeichnet hat, wird hier Realität. Während der erste Band noch mehr auf die Vorstellung der Orte, Helden und des Hintergrunds Rücksicht nimmt, reihen sich hier eher Actionszenen aneinander. Die schon aus dem ersten Band bekannte Gruppe aus Jugendlichen legt sich, zusammen mit neuen jungen Freunden aus Baseer, mit allen möglichen Autoritäten an, führt Einbrüche und Rettungsaktionen durch, die sie letztendlich nur durch Zusammenhalten schaffen kann. An manchen Stellen sind diese Szenen etwas zu dick aufgetragen und lang gezogen, aber sie halten sich noch in lesbaren Grenzen.

Dennoch kommen auch in diesem Band die Charaktere nicht allzu kurz. Die Geveger müssen bald erkennen, dass nicht jeder Baseeri der Feind ist. Sie müssen lernen auch dem ursprünglichen Feind zu vertrauen, um Erfolg zu haben. Dies geschieht aber nicht im Sinne von, heute Feind, morgen eitel Sonnenschein. Bei der Entwicklung wurde Wert auf die unterschiedlichen Gefühle, auf alte Vorurteile und auf die nötige Zeit, die solches Vertrauen benötigt, gelegt. Besonders Nya ist davon betroffen, da sie am meisten zu entdecken hat.

Die oft trotzigen Reaktionen von pubertierenden Jugendlichen wurden gut dargestellt. Die Hauptcharaktere verhalten sich ihrem Alter entsprechend und sind nicht einfach kleine Erwachsenenkopien, die alles richtig machen. Besonders Jugendliche im selben Alter werden sich wohl mit vielem sehr gut identifizieren können.

Trotz allem hängt diesem Buch der „Verbindungscharakter“ an. Die Geschichte ist sehr ähnlich der Handlung von Band 1. Man will die Gruppe erweitern und schickt sie dafür in eine neue Stadt mit neuen Freunden. Das Buch dient letztendlich nur zum Platzieren aller Protagonisten für die endgültige Entscheidung, die dann im dritten Band zu erwarten ist.

 

Fazit:
 

Wieder recht gute Geschichte, die aber dennoch kleinere Schwächen in der Handlung aufzeigt. Bei den Charakteren ist mit bekannter Sorgfalt vorgegangen worden. Dennoch fehlt das letzte bisschen, das die Geschichte sehr gut machen würde. Dennoch bleibt die Spannung so erhalten, dass man Band 3 auf jeden Fall lesen will.




Joela
 

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Statistik:
gelesen: 436 mal
Wörter: 936
geschrieben am: Fri, 10 Dec 2010
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