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Der Club der unsichtbaren Gelehrten (Pratchett, Terry)



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Klappe:
Die Gelehrten der Unsichtbaren Universität in Ankh-Morpork sind empört, um nicht zu sagen schockiert: Den Zauberern könnte doch tatsächlich das Geld für ihre ausschweifenden Gelage ausgehen, an die sie sich so gewöhnt haben! Einen rettenden Strohhalm gibt es, doch der ist an eine kaum fassbare Bedingung geknüpft: Ein ehemaliger Erzkanzler hat verfügt, die leeren Schatullen regelmäßig wieder aufzufüllen – wenn, ja wenn die Zauberer alle zwanzig Jahre erfolgreich an einem Fußballspiel teilnehmen...
Also beginnen die Lehrkräfte, denen nichts ferner liegt als sportliche Betätigung, eine Fußballmannschaft zusammenzustellen. „Tritt-den-Ball“ wird allerdings in Ankh-Morpork auf recht eigenwillige, regelarme und die körperliche Unversehrtheit gefährdende Art gespielt (der „Ball“ ist meist ein nur notdürftig mit Stofffetzen umwickeltes Metall- oder Holzteil!) und ist daher offiziell verboten – da kommt es gerade recht, dass Lord Vetinari plant, das Spiel zu legalisieren und neue Regeln einzuführen...

Meinung:

Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan des englischen Kultautors und besitze so ziemlich jedes Buch von ihm, welche ich auch alle (meist mehrfach) gelesen habe. Umso erfreuter war ich als das neuste Buch in meinem Postkasten ankam. Seltsam eine deutsche Erstausgabe die als Softcover erscheint?

Schon verwunderlich bei den Verlaufszahlen, die ein Pratchett normalerweise erzielt. Zumindest beim Preis hat sich der Verlag dann aber am Hardcover orientiert, denn 17,95 sind für ein Softcover doch ein ordentlicher Betrag.

Über die Handlung will ich nicht zu viel verraten. Es geht um Fußball, Mode und darum wie man aus seiner Haut kann.

Alles in allem ist es jedenfalls zu viel Handlung für ein Buch und irgendwie bilden die Handlungsstränge nur ein großes Knäuel, das zu entwirren leider nicht gelingt.
Sehr schöne Beobachtungen und szenische Bilder münden leider nicht in durchgängiger Handlung und am Ende stehe ich als Leser zum ersten Mal bei einem Scheibenweltroman ohne Prämisse da.
Leider bleibt der Humor auch sehr oft auf der Strecke. Nicht unbeteiligt mag daran die deutsche Übersetzung sein. Gerald Jung hat sicher noch nicht viel Scheibenweltromane gelesen. So lässt er beispielsweise die Zauberer das förmliche Sie verwenden obwohl sie sich in allen anderen Scheibenweltromanen duzen. Für die Schwächen in der Handlung kann er aber nichts. Diese hat der Meister wohl selber verbockt.

Es sei aber dazu angemerkt, dass die Latte bei einem Roman von Pratchett auch sehr hoch hängt und die Lektüre mit einer entsprechenden Erwartungshaltung begonnen wurde.

Fazit:
Der bisher schwächste Roman von Pratchett, den ich gelesen habe. Immer noch ordentlich aber weit entfernt von der Genialität, die ich der Schreibe des Herrn Pratchett sonst so gern bescheinige.







Christoph

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geschrieben am: Sat, 27 Nov 2010
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