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Die Gabe (Croggon, Alison)



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Klappe:
Maerad ist eine Sklavin in einer kleinen, unwirtlichen Siedlung. Hier lebt sie schon, seit ihre Familie im Krieg ums Leben gekommen ist. Über ihre Herkunft weiß sie nicht viel. Als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder in die Siedlung kommt, ändert sich Maerads Leben für immer. Der Mann bietet ihr an, sie zu befreien, und das nicht ohne Grund. Maerad weiß nicht, dass eine mächtige Gabe in ihr schlummert und dass ihr Name in einer schrecklichen Prophezeiung erwähnt ist. Sie tritt eine gefährliche Reise an, einem unbeschreiblichen, namenlosen Grauen entgegen…


Meinung:

„Die Gabe“ ist der Einstiegsband in die Pellinor-Saga. In den vier Bänden „Die Gabe“, „Das Rätsel“, „Die Krähe“ und „Das Baumlied“, wird die Geschichte der jungen Maerad und der Barden von Edil-Amaranon erzählt, die einen alten, wiedererstandenen Feind, den Namenlosen, bekämpfen müssen.

Eine der Meinungen, die auf der Rückseite des Buches abgedruckt ist, ist, dass das Buch in der Tradition von J.R.R Tolkien geschrieben ist. Nun ja, der Schreiber hat recht, man hat das Gefühl Tolkien zu lesen, zumindest eine Kopie von einem Schüler, der versucht den Stil des Meisters nachzuahmen. An manchen Stellen fühlte ich mich wirklich sehr an „Der Herr der Ringe“ erinnert, nur dass es sich hier um eine weibliche Heldin handelt. Auch sie muss eine weite Reise machen, die im ersten Band noch nicht endet, um letztendlich den Namenlosen zu besiegen. Es gibt einen „Rat der Freunde“, man reist unerkannt durch die Welt, um den schwarz gekleideten Schergen mit roten Augen zu entkommen, und landet schließlich in einer Stadt, die sich über neun Befestigungsringe an einem Berghang hochwindet. Ein bisschen mehr eigene Ideen wären nicht schlecht gewesen. Allerdings sind die bekannten Motiv ganz gut umgesetzt. Man weiß nur meistens genau, was passieren wird, es gibt wenige Überraschungen. Daher liest sich das Buch auch sehr schnell.


Die Idee, Magie in Verbindung mit Musik und Reimen zu wirken ist sehr gut durchdacht und ausgearbeitet. Maerad als spezielle Bardin mit extrem hohen Potential und sehr großer Macht ist schön ausgestaltet. Ihre Geschichte und die Begründung für diese Machtfülle sind logisch erklärt. Hin und wieder ist aber schon zu viel Glück und Zufall am Werk.

Zum Ende hin schafft es die Autorin die Spannung so weit zu steigern, dass man doch den zweiten Band lesen will, nur um zu wissen, ob es wie erwartet weitergeht.

 

 

Fazit:
In diesem Sinne ist es ein ganz nettes, unterhaltendes Buch, aber nicht vergleichbar mit Fantasy-Meisterwerken. Die Personen sind sehr lebendig beschrieben. Leider fehlt etwas die Originalität, aber das kann sich ja noch in den nächsten Bänden ändern.



Joela
 

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gelesen: 384 mal
Wörter: 680
geschrieben am: Mon, 31 Jan 2011
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