Helden.de » Reviews » Romane » Fantasy » Elfling- Das Heer der Toten (Price, Susan)
Meinung:
Dieses Buch schließt die, aus nur zwei Büchern bestehende, Elfling- Saga ab und führt das Niveau fort, das schon der erste Band vorgegeben hat.
Die Geschichte schließt nahtlos an Band 1 an, in dem bereits eine Leseprobe vom „Heer der Toten“ enthalten war.
Elfling ist endgültig König nach altem Recht und Glauben. Er versucht, so gut es geht zu regieren, weiß er doch, dass sein Halbbruder im Exil versucht, eine Armee aufzustellen, um den Thron zu erringen. Was er nicht weiß, auch andere Mächte haben großes Interesse an einem Krieg. Und so kommt es zum Unvermeidlichen. Während Unwin nach dem Prinzip der verbrannten Erde mit seinen Söldnern ziehen kann, muss Elfling Rücksicht auf seine Soldaten nehmen, die zum größten Teil Bauern sind und Arbeit zu Hause warten haben. Nach einem sehr brutalen Krieg kommt es im Herbst zum Waffenstillstand mit einem gemeinsamen Fest zum Jultag, oder in der neuen Religion Weihnachten. Mit Hilfe eines Hinterhalts, für den sogar der Julfriede gebrochen wird, schafft Unwin es, Elfling zu überwältigen und hinzurichten. Aber die alten Götter, allen voran Woden, haben Elfling nicht vergessen. Und auch Unwins Verbündete, die zum Teil selbst der Alten Religion anhängen, beginnen sich über ihre Bündniswahl zu fragen.
Wie schon der erste Band ist auch dieser hier sehr spannend aufgebaut und konzentriert sich auf das Wesentliche. An manchen Stellen ist die Geschichte fast etwas zu abrupt. Während im ersten Band dieser Stil noch für ein schnelles Voranschreiten der Geschichte sorgte, wünscht man sich hier an manchen Stellen doch etwas mehr. Allerdings sorgt dies gleichzeitig dafür, dass man schnell zu den Kernpunkten kommt und weitergetrieben wird. Die Spannung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Einiges ist zwar vorhersehbar, aber nicht einmal das nimmt der Geschichte an Qualität. Im Gegenteil, an manchen Stellen wartet man direkt auf ein Ereignis und will sehen, wie die Charaktere darauf reagieren. Und es sind immer gut nachvollziehbare Reaktionen. Allgemein ist die Charakterentwicklung gut gelungen. Alle Beteiligten, auch Nebenfiguren, sind schön dargestellt, ohne überzeichnet oder langweilig zu wirken. Man hat während des ganzen Buches nicht das Gefühl, dass die Autorin zwangsweise versucht den Figuren bestimmte Eigenschaften oder Handlungen aufzuzwingen. Die Vorbereitungen sind so gut gelungen, dass alles, was passiert natürlich und vor allem logisch erscheint. Es bleiben keine Handlungsstränge offen, alles, was im Laufe der beiden Bände angedeutet wird, wird auch aufgeklärt und abgeschlossen.
Durchaus ein sehr guter Abschluss der Saga.
| Fazit: Auch dieser Teil hat mich bis zum Ende gefesselt. Genauso spannend aber auch so brutal wie der erste Band, aber auf jeden Fall lesenswert. Sehr gute Verarbeitung des „angelsächsischen Runengedichts“, alter englischer Volklieder und Teile der „Edda“. Durch die Knappheit besonders für Leser mit weniger Zeit ideal. Joela |
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Statistik:
gelesen: 415 mal
Wörter: 862
geschrieben am: Fri, 10 Dec 2010
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